Wie verbessere ich die Luftqualität, wenn ich meinen LKW oder Bus nachrüste?
Dieselmotoren sind der Hauptantriebsquelle für LKW, Busse und off-road Fahrzeuge in Europa. Diese zuverlässigen, kraftstoffsparenden Motoren mit hohem Drehmoment treiben weltweit zahlreiche Lastkraftwagen, Busse und off-road Fahrzeuge wie Bau- oder Landmaschinen an.Auch wenn Dieselmotoren zahlreiche Vorteile aufweisen, sind sie doch mit dem Nachteil behaftet, dass sie erhebliche Mengen toxischer Partikel (PM) und Stickstoffoxide (NOx) in die Atmosphäre abgeben. Gesundheitsexperten haben festgestellt, dass diese Schadstoffe die menschliche Gesundheit beeinträchtigen und Ursachen für sauren Regen, bodennahes Ozon und beeinträchtigte Sicht sind. Einige Studien führen zu dem Ergebnis, dass das Einatmen von Dieselabgasen zu Lungenschäden und Atemwegsbeschwerden führt und dass es vermehrt Indikatoren gibt, dass Diesel-emissionen krebserregendes Potential haben können.

Quelle: Jahresbericht der Mitgliedstaaten 2005 über die Beurteilung der Luftqualität.
Technische Abhandlung 2007/4 des ETC/ACC
Auf der Grundlage eines Vergleichs zwischen Fahrzeugen, die Anfang der Neunziger gebaut wurden und der zukünftigen Normen Euro VI (2013-14) wird die europäische Gesetzgebung in weniger als 25 Jahren NOx- und PM-Emissionen bei Schwerlastmotoren um 97% reduziert haben. Neufahrzeuge sind dann zwar sauber, aber die bestehende Flotte an alten, schadstoffreichen Fahrzeugen verursacht weiterhin einen großen Teil der Luftver-schmutzung in den Städten, da sich ein Austausch der Flotte über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren erstreckt und so eine schnelle Entwicklung in Richtung der angestrebten Luftqualität bremst.
2006 wurde für die Europäische Kommission ein Forschungsprojekt durchgeführt, in dem festgestellt werden sollte, wie die EU den stärkeren Einsatz technischer Maßnahmen wie Abgas-Kontrollsysteme fördern kann, um den Partikel- und NOx-Ausstoß bestehender Schwerlast- und firmeneigener Fahrzeuge zu reduzieren.
Umweltzonen werden stufenweise in vielen urbanen Gebieten Europas eingerichtet. Hier dürfen Dieselfahrzeuge ein zulässiges Niveau an Abgasemissionen nicht überschreiten, damit sie innerhalb dieser Zonen fahren können.

Unternehmen, die Geräte zur Emissionsreduzierung herstellen, haben auf die Herausforderung reagiert, die Luftverschmutzung durch Dieselmotoren zu reduzieren. Dank ihrer Bemühungen wurden kostengünstige Nachrüsttechnologien zur Senkung der schädlichen Emissionen entwickelt. Auf den verschiedenen Mobilitätssektoren (z. B. LKW, Linienbusse, Bau-, Bergbau- und Materialumschlaggeräte) haben Dieselnachrüsttechnologien ihre Fähigkeit bewiesen, unerwünschte Emissionen zu vernünftigen Preisen erheblich reduzieren zu können, ohne die Leistung des Fahrzeugs oder des Geräts zu beeinträchtigen.

